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HAR-Datei in Edge oder Chrome für den Support erstellen

Zeichnen Sie einen Webfehler im Browser auf und prüfen Sie die HAR-Datei, bevor Sie sie an den Support weitergeben.

Chrome und Firefox mit einer exportierten Netzwerkdatei

Eine Schaltfläche in der Webanwendung reagiert nicht, und der Support bittet um eine HAR-Datei. Damit lässt sich der Ablauf der Browseranfragen zum Fehlerzeitpunkt nachvollziehen. Öffnen Sie die Aufzeichnung vor der nächsten Reproduktion und prüfen Sie die exportierte Datei, bevor Sie sie weitergeben.

Die Aufzeichnung vor dem Fehler starten

Eine HAR-Datei enthält den HTTP-Ablauf eines Browser-Tabs. Sie zeigt unter anderem Zieladressen, Antwortcodes, Ladezeiten und Weiterleitungen. Sie repariert den Dienst nicht und bildet auch nicht den gesamten Netzwerkverkehr im Unternehmen ab.

Öffnen Sie in Edge oder Chrome den betroffenen Tab und die Entwicklertools mit F12 oder Strg+Umschalt+I. Wechseln Sie zum Bereich „Netzwerk“ beziehungsweise „Network“. DevTools zeichnet Anfragen auf, solange das Netzwerkpanel geöffnet und die Aufzeichnung aktiv ist. Prüfen Sie deshalb den Aufnahmestatus, bevor Sie den Fehler erneut auslösen.

Leeren Sie alte Einträge vor der Reproduktion. Muss der Ablauf über einen Seitenwechsel oder eine Weiterleitung hinweg erhalten bleiben, aktivieren Sie „Protokoll beibehalten“ beziehungsweise „Preserve log“. Lassen Sie die Aufzeichnung nicht länger als nötig laufen, denn mit der Dauer wächst auch der erfasste Umfang.

Den Ablauf erfassen und die HAR-Datei speichern

Damit die Datei zum Supportfall passt, halten Sie den Vorgang kurz und ordnen Sie ihn dem richtigen Ticket zu:

  1. Reproduzieren Sie den konkreten Fehler im freigegebenen Kontext. Lösen Sie dafür keine echte Bestellung oder Zahlung erneut aus.
  2. Notieren Sie die betroffene Funktion und den ungefähren Zeitpunkt. Beenden Sie die Aufzeichnung, sobald der Fehler sichtbar ist.
  3. Wählen Sie im Netzwerkpanel den bereinigten HAR-Export. Je nach Browser und Version kann der Wortlaut der Schaltfläche abweichen.
  4. Speichern Sie die Datei lokal mit der Endung .har und einem nachvollziehbaren Namen. Überschreiben Sie keine vorhandene Datei.
  5. Öffnen oder importieren Sie die gespeicherte Datei wieder in das Netzwerkpanel. So sehen Sie nach, ob der relevante Ablauf enthalten ist.

Fehlen die Anfragen oder der Seitenwechsel, passt die Aufzeichnung möglicherweise nicht zum Fehlerzeitpunkt. Erfassen Sie den Ablauf dann gezielt erneut, statt aus einem einzelnen roten Eintrag eine Ursache abzuleiten.

Auch einen bereinigten Export vor dem Versand prüfen

Der bereinigte Export lässt sensible Header wie Cookie, Set-Cookie und Authorization aus. Das macht die Datei nicht vollständig anonym. URLs und Parameter sowie Inhalte von Anfragen und Antworten können weiterhin personenbezogene Angaben oder vertrauliche Geschäftsdaten enthalten.

Prüfen Sie die Datei lokal auf solche Inhalte und darauf, ob sie nur den benötigten Zeitraum umfasst. Klären Sie außerdem, wer sie erhalten darf und welcher Übertragungsweg für das Supportticket freigegeben ist. Laden Sie eine HAR-Datei nicht in ein öffentliches Forum, einen Online-Viewer oder eine beliebige Cloudfreigabe hoch.

Bei unklarer Freigabe behalten Sie die Datei lokal und fragen Ihre IT oder den Support. Eine HAR-Datei dokumentiert den Browserablauf; für netzweite Störungen hilft eher eine systematische Prüfung des Firmennetzes. Für eine Analyse einzelner Netzwerkpakete beschreibt der Beitrag zum Netzwerkverkehr mit Wireshark einen anderen Ansatz. Geben Sie die HAR-Datei erst über den freigegebenen Kanal zum passenden Ticket weiter.